Wissenschaftliche Begutachtung · Evidenzsynthese · Projektevaluation
Klar beurteilt, was die Evidenz tatsächlich belegt.
Unabhängige wissenschaftliche Begutachtung von Manuskripten, technischen Entscheidungen und Forschungsprojekten. Wir prüfen Aussagen, Methoden und die zugrunde liegende Evidenz, unterscheiden zwischen belastbar belegten und weiterhin unsicheren Schlussfolgerungen und zeigen auf, was geändert werden sollte – und was sich mit gutem Grund beibehalten lässt.
Von einer gezielten Zweitmeinung bis zu einer strukturierten Evaluation.
Erfahrung, auf der unsere Bewertungen beruhen
XpertScientific vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Erfahrung in Forschung, methodischer Begutachtung, Manuskriptprüfung und Forschungsevaluation in zahlreichen Fachgebieten. Mitglieder unseres Teams waren als Gutachter für wissenschaftliche Fachzeitschriften, als Experten, Evaluatoren und Berichterstatter für Anträge im Rahmen der MSCA, des Horizon-Europe-Clusters 5 und der Missionen sowie als externe Gutachter und Monitore von Horizon-Europe-Forschungsprojekten tätig. Wir besetzen jeden Auftrag mit den Fachleuten, deren wissenschaftliche Expertise am besten zur Fragestellung passt. Unser Team ↗
Einige unserer Kunden
Wann eine unabhängige Einschätzung weiterhilft
Drei Wege, um die Evidenz klar einzuordnen.
Sie haben ein Manuskript mit einer strittigen Schlussfolgerung, eine Literaturbasis, die eingeordnet werden muss, oder Projektergebnisse, die unabhängig bewertet werden sollen. Vor Beginn stimmen wir Fragestellung und Umfang mit Ihnen ab.
Wissenschaftliche Begutachtung & Zweitmeinungen
Wir klären substanzielle Fragen zu Methoden, Interpretation oder Schlussfolgerungen in einem Manuskript oder technischen Bericht.
- Sind die Methoden für die Fragestellung geeignet?
- Werden die Schlussfolgerungen durch die Ergebnisse gestützt?
- Welche Punkte erfordern eine Überarbeitung, zusätzliche Analysen oder weitere Evidenz?
Evidenzprüfung & -synthese
Wir klären, was sich aus der veröffentlichten Forschung zu einer klar umrissenen Frage ableiten lässt – und wie gut sich die Ergebnisse auf Ihre Situation übertragen lassen.
- Welche Quellen sind relevant, methodisch belastbar und übertragbar?
- Warum unterscheiden sich die Ergebnisse zwischen Studien oder Kontexten?
- Welche Schlussfolgerungen erlaubt die Evidenz für Ihre konkrete Entscheidung?
Evaluation von Forschungsprojekten
Wir bewerten wissenschaftlichen Fortschritt und berichtete Erfolge anhand der vereinbarten Ziele, Kriterien und vorgesehenen Nutzung des Projekts.
- Was wurde geliefert, und was wurde tatsächlich nachgewiesen?
- Welche Aussagen sind belegt, nur eingeschränkt belastbar oder weiterhin unbestätigt?
- Welche weiteren Schritte sind angesichts der ursprünglichen Ziele gerechtfertigt?
Wenn wir zusätzlich Rohdaten prüfen, Analysen reproduzieren oder weitere Recherchen durchführen sollen, können wir das in den Auftrag aufnehmen.
Wissenschaftliche Bewertung in der Praxis
Von der Evidenz zu einer belastbaren Schlussfolgerung.
Kann die Wiederherstellung eines Feuchtgebiets das Stickstoffziel auf Einzugsgebietsebene erreichen?
Hypothetisches BeispielDie Fragestellung
Eine Renaturierungsmaßnahme soll den jährlichen Export von Gesamtstickstoff aus einem Einzugsgebiet um 30 % senken. Zur Begründung werden Studien angeführt, in denen rund 50 % des in ein Feuchtgebiet eingetragenen Stickstoffs entfernt werden. Das geplante Feuchtgebiet würde schätzungsweise etwa 35 % der jährlichen Stickstofffracht des Einzugsgebiets erfassen; der Rest nimmt andere Abflusswege.
Erster Plausibilitätscheck: Ist der behauptete Effekt auf dieser Skala überhaupt erreichbar?
Dies ist eine vereinfachte, illustrative Massenbilanz – keine Standortprognose. Sie setzt dieselbe Stickstoffgröße und denselben Jahreszeitraum voraus, außerdem eine übertragbare Eliminationsleistung und keine kompensierenden Veränderungen an anderer Stelle im Einzugsgebiet.
Geprüfte Evidenz
Berichtete Gesamtstickstofffrachten und Eliminationsraten, hydraulische Belastung und Retentionsbedingungen, Fläche und Ausgestaltung der Feuchtgebiete, saisonale Abdeckung und Erfassung von Hochwasserereignissen, Wasserbilanzen, Bypass-Abflüsse und der Anteil der lokalen Fracht, der tatsächlich durch das geplante Feuchtgebiet geleitet würde.
Bewertung
Die zitierte Eliminationsrate stützt das 30-%-Ziel für das Einzugsgebiet in der derzeitigen Form nicht. Nach den eigenen Annahmen des Vorschlags zu Erfassung und Elimination läge die vereinfachte Reduktion bei etwa 17,5 %. Die in der Literatur berichtete Effizienz lässt sich zudem nicht als fester Übertragungsfaktor verwenden: Die Leistung von Feuchtgebieten hängt von Belastung und Hydrologie ab, und unvollständige Wasserbilanzen oder nicht erfasste Hochwasserereignisse können die scheinbare Elimination verzerren. Daher müssen sowohl der tatsächlich erfasste Frachtanteil als auch die lokalen Betriebsbedingungen für den vorgesehenen Standort überprüft werden.
Praktische Konsequenz
Den erwarteten Nutzen entsprechend anpassen oder Designs und Standorte prüfen, die einen größeren Anteil der Fracht erfassen, gegebenenfalls in Kombination mit weiteren Maßnahmen. Bevor ein Leistungsziel festgelegt wird, sollten eine standortspezifische Wasserbilanz und abflussgewichtete Messungen der Stickstofffracht Vorrang haben, die auch die Ereignisse erfassen, auf die ein wesentlicher Teil des jährlichen Exports entfällt.
Eine Evidenzmatrix, die übertragbare Befunde von lokalen Annahmen trennt, eine überprüfte Frachtenrechnung auf Einzugsgebietsebene und ein Plan für die noch erforderlichen standortspezifischen Messungen und Prüfungen.
Wissenschaftlicher Kontext: Land et al. (2016), systematischer Review zur Nährstoffentfernung in neu angelegten und wiederhergestellten Süßwasserfeuchtgebieten. Die Prozentwerte in diesem hypothetischen Beispiel wurden ausschließlich zur Veranschaulichung gewählt und stammen nicht aus dem zitierten Review.
Stützt das Manuskript die Aussage, dass die Behandlung das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt?
Hypothetisches BeispielDie Fragestellung
Ein Manuskript kombiniert Laborbefunde mit einer kurzen, unkontrollierten Patientenstudie. Nach der Behandlung verändert sich ein mit der Prognose assoziierter Biomarker, und die Symptome bessern sich. Die Autoren schließen daraus, dass die Behandlung das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt, obwohl die Progression nicht direkt gemessen wurde und der Biomarker in diesem Kontext nicht als Surrogatendpunkt für den therapeutischen Nutzen validiert ist.
Die verschiedenen Ebenen der Aussage trennen
Geprüfte Evidenz
Experimentelle Kontrollen, Patientenauswahl, Verfügbarkeit einer Vergleichsgruppe, Definition und Zeitpunkt der Endpunkte, Nachbeobachtung, fehlende Daten sowie die Evidenz zum vorgesehenen Einsatzkontext des Biomarkers – einschließlich der Frage, ob er lediglich prognostisch ist oder ob behandlungsinduzierte Veränderungen des Biomarkers als Prädiktoren eines klinischen Nutzens validiert wurden.
Bewertung
Die im Manuskript beschriebene Studie stützt die Schlussfolgerung einer krankheitsmodifizierenden Wirkung nicht. Die beobachteten Veränderungen können dennoch wissenschaftlich relevant sein und mit angemessenen Einschränkungen berichtet werden. Ein unkontrolliertes Design erlaubt jedoch keinen Nachweis dafür, dass die Behandlung diese Veränderungen verursacht hat. Ebenso bedeutet die Assoziation eines Biomarkers mit der Prognose nicht automatisch, dass eine Veränderung dieses Biomarkers einen klinischen Nutzen oder eine verlangsamte Progression vorhersagt.
Praktische Konsequenz
Titel, Abstract und Diskussion so überarbeiten, dass mechanistische Plausibilität, beobachtete Veränderungen von Symptomen oder Biomarkern und eine tatsächliche Krankheitsmodifikation als getrennte Aussagen behandelt werden. Zudem sollte klar benannt werden, welche vergleichende Evidenz, Progressionsendpunkte und Nachbeobachtungsdauer nötig wären, um die weitergehende Aussage zu prüfen.
Ein kommentiertes Manuskript und eine Bewertung der einzelnen Aussagen, aus der hervorgeht, welche Formulierungen belastbar sind, was überarbeitet werden sollte und welche Fragen zusätzliche Evidenz erfordern.
Wissenschaftlicher Kontext: Ressourcen der US-amerikanischen FDA zu Biomarkern, klinischen Endpunkten und Surrogatendpunkten. Dieses Beispiel veranschaulicht die Begutachtung eines Manuskripts und stellt keine Therapieempfehlung dar.
Was hat ein Pilot-Warnsystem tatsächlich gezeigt – und was wurde noch nicht geprüft?
Hypothetisches BeispielDie Fragestellung
Ein Forschungsprojekt verbindet Sensoren, ein Vorhersagemodell und eine Benutzeroberfläche für Wasserqualitätswarnungen. Der vereinbarte Integrationsmeilenstein wurde an zwei Pilotstandorten erreicht. Die Warnleistung erfüllt unter üblichen Bedingungen das Projektziel; für Hochwasserereignisse liegen jedoch nur wenige Beobachtungen vor, ein Teil der Evaluationsdaten floss in die Modellanpassung ein und die Leistung an Standorten, die von Entwicklung und Tuning ausgeschlossen waren, wurde noch nicht nachgewiesen.
Jedes Kriterium getrennt bewerten
Geprüfte Evidenz
Vereinbarte Ziele und Akzeptanzkriterien, Integrationsnachweise, Qualitätskontrollen der Sensoren, Datensätze für Modellentwicklung und Evaluation, Abdeckung unterschiedlicher Ereignisse, Erkennungsleistung und Fehlalarmrate, Verhalten bei Datenlücken oder Sensordrift sowie operative Zuständigkeiten für Wartung und Datenzugang.
Bewertung
Der Integrationsmeilenstein wurde erreicht, und die vorhandene Evidenz stützt die Warnleistung unter den getesteten Routinebedingungen; die weitergehende Aussage einer breiteren Einsatzreife bleibt jedoch unbestätigt. Die geringe Zahl an Beobachtungen bei Hochwasserereignissen und die unvollständige Trennung zwischen Entwicklung und Evaluation schwächen die Evidenz für eine Verallgemeinerung. Das Fehlen einer Validierung an neuen Standorten ist eine Evidenzlücke und kein Nachweis dafür, dass das System versagt. Zusätzliche Anforderungen für einen breiteren Einsatz müssen außerdem von den ursprünglichen Verpflichtungen des Projekts getrennt betrachtet werden.
Praktische Konsequenz
Die positive Bewertung des Integrationsmeilensteins beibehalten. Anschließend eine gezielte Validierung mit Daten und Standorten planen, die nicht in die Entwicklung eingeflossen sind, einschließlich relevanter Hochwasserereignisse und vorab festgelegter Kriterien für die Warnleistung. Vor einer Ausweitung auf den routinemäßigen Einsatz sollten außerdem die operativen Zuständigkeiten geklärt werden.
Eine Evaluationsmatrix, aus der hervorgeht, welche Leistungen nachgewiesen sind, welche Bewertungen Einschränkungen benötigen, wo Evidenz fehlt und welche Folgemaßnahmen sinnvoll sind.
Wissenschaftlicher Kontext: Die Definitionen der Europäischen Kommission zur Technology Readiness unterscheiden zwischen einer Demonstration in relevanter Umgebung und dem Nachweis im operativen Einsatz. In diesem illustrativen Beispiel wird kein formaler Technology-Readiness-Level vergeben.
Von Befunden zu konkreten Maßnahmen
Eine Begutachtung, die Sie nutzen und nachvollziehen können.
Sie erhalten eine klare schriftliche Bewertung, aus der hervorgeht, wie sich die Schlussfolgerungen aus der Evidenz ableiten, einschließlich der von uns empfohlenen Änderungen oder weiteren Schritte. Format und Detailtiefe stimmen wir vor Beginn mit Ihnen ab.
Konkrete, priorisierte Befunde
Was ausreichend belegt ist, was überarbeitet werden sollte und welche Lücken die Schlussfolgerung wesentlich beeinflussen.
Die Grundlage jeder Bewertung
Wir verweisen auf die relevanten Quellen, Ergebnisse oder Kriterien und machen deutlich, welche Annahmen gelten und was wir gegebenenfalls nicht überprüfen konnten.
Praktische nächste Schritte
Klare Überarbeitungen oder Folgemaßnahmen, wobei notwendige Schritte von sinnvoller Weiterentwicklung getrennt werden.
Einordnung der Befunde
Auf Wunsch besprechen wir den Bericht mit Ihrem Team und erläutern die Konsequenzen sowie noch offene Fragen.
So arbeiten wir
Von der Fragestellung zu einer klaren Bewertung.
Fragestellung klären
Teilen Sie uns mit, was bewertet werden soll, wer die Ergebnisse nutzen wird und welche Frist gilt.
Umfang festlegen
Wir stimmen ab, was wir prüfen, wer einbezogen werden muss, was Sie erhalten sowie Honorar und Zeitplan.
Evidenz prüfen
Wir prüfen die Unterlagen und die Evidenz hinter den wichtigsten Aussagen und melden uns bei Ihnen, wenn etwas geklärt werden muss.
Ergebnisse erläutern
Sie erhalten den vereinbarten Bericht bzw. die Bewertung mit den wichtigsten Befunden, Einschränkungen und empfohlenen nächsten Schritten.
Vor Beginn
Praktische Fragen.
Eine gute Begutachtung beginnt mit einer klaren Fragestellung. Vor Beginn bestätigen wir, dass die erforderliche Expertise vorhanden ist, und klären Vertraulichkeit sowie mögliche Interessenkonflikte.
Wie unterscheidet sich die wissenschaftliche Begutachtung von der sprachlichen Bearbeitung?
Die wissenschaftliche Begutachtung prüft Methoden, Evidenz und Interpretation: Sind die Schlussfolgerungen gerechtfertigt und welche Punkte müssen inhaltlich überarbeitet werden? Die sprachliche Bearbeitung verbessert Ausdruck und Lesbarkeit. Beide Leistungen können kombiniert werden, wobei wissenschaftliche Begutachtung und sprachliche Bearbeitung klar voneinander getrennt bleiben.
Können Sie eine Arbeit auch ohne Zugriff auf die zugrunde liegenden Daten begutachten?
Ja. Eine dokumentenbasierte Begutachtung kann die wissenschaftliche Argumentation, die beschriebenen Methoden und die Konsistenz zwischen Ergebnissen und Schlussfolgerungen prüfen. Sie kann jedoch nicht bestätigen, dass nicht eingesehene Daten oder Berechnungen korrekt sind. Im Bericht wird festgehalten, welche Unterlagen vorlagen, was geprüft wurde und für welche Fragen Zugriff auf Daten oder Code erforderlich wäre.
Führen Sie systematische Reviews oder Metaanalysen durch?
Die geeignete Review-Methode hängt von der Fragestellung, der verfügbaren Evidenz und dem erforderlichen Aufwand ab. Eine gezielte Evidenzprüfung bezeichnen wir nicht als systematischen Review. Wenn Sie einen systematischen Review oder eine Metaanalyse benötigen, prüfen wir zunächst die Machbarkeit und stimmen Protokoll, Such- und Auswahlmethoden, Qualitätsbewertung, Syntheseansatz und die erforderliche fachliche Beteiligung mit Ihnen ab.
Wie unabhängig ist die Bewertung?
Vor Annahme eines Auftrags prüfen wir frühere eigene Beteiligungen und mögliche Interessenkonflikte. Die Bewertung basiert auf der vereinbarten Fragestellung und der verfügbaren Evidenz; das Ergebnis steht nicht im Voraus fest. Wenn wir zuvor an der Entwicklung der betreffenden Arbeit beteiligt waren, weisen wir darauf hin und stellen die Begutachtung nicht als unabhängig von unserem eigenen Beitrag dar.
Können Sie die Wirkung eines Projekts evaluieren?
Wir können die Evidenz hinter berichteten Ergebnissen und Wirkungen bewerten, soweit dies in unseren wissenschaftlichen Kompetenzbereich fällt. Ein Arbeitsergebnis zu liefern, eine Veränderung zu beobachten und nachzuweisen, dass das Projekt diese Veränderung verursacht hat, erfordert jeweils unterschiedliche Evidenz. Wir sagen Ihnen, welche Fragen sich mit den vorhandenen Informationen beantworten lassen und wann spezialisierte Methoden der Wirkungsevaluation erforderlich sein können.
Wie werden Honorar, Zeitplan und Vertraulichkeit geregelt?
Honorar und Zeitplan hängen von der Fragestellung, dem Umfang und der Komplexität der Unterlagen sowie der erforderlichen Prüftiefe ab. Diese Punkte vereinbaren wir vor Beginn gemeinsam mit den Zugangs- und Vertraulichkeitsregelungen. Eine mögliche Erweiterung des Auftragsumfangs wird immer vorher mit Ihnen besprochen.
Beginnen Sie mit der Fragestellung
Was soll unabhängig bewertet werden?
Schicken Sie uns eine kurze Beschreibung der Arbeit und der Entscheidung oder Schlussfolgerung, für die sie eine Grundlage liefern soll. Wir prüfen, ob die passende Expertise vorhanden ist, und schlagen einen geeigneten Umfang vor.
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Ausgewählte Verlage und Fachgesellschaften
Ausgewählte Kundenaffiliationen




